Arthur Schnitzler: Traumnovelle

Da ich mich kurzfristig dazu entschlossen habe, keine Rezension zu einem ,,Klassiker“ (dieser Ausdruck ist leider sehr ungenau und weitläufig, wie ich finde) zu verfassen, möchte ich an dieser Stelle schlicht eine kurze Inhaltsangabe zu einem gelesenen Werk machen. Die Novelle hat mich durch ihre Modernität und ihren freizügigen Umgang mit dem Thema Sexualität, sowie das für die Zeit nach der Jahrhundertwende ungewöhnliche Frauenbild, überrascht.

In der 1926 erschienen ,,Traumnovelle“ behandelt der österreichische Schriftsteller Arthur Schnitzler, ein Zeitgenosse S. Freuds, das Thema Traum und Wirklichkeit, sowie das Unbewusste des Menschen, das nach seiner Vorstellung beide prägt.
Im Wien Anfang des 20. Jahrhunderts trifft der Leser auf das bürgerliche Ehepaar Fridolin und Albertine. Nach gemeinsamen nächtlichen Erlebnissen auf einem Maskenball beginnen beide, den jeweils anderen nach seinen erotischen Fantasien und Wünschen zu fragen, wobei sie immer misstrauischer werden, lassen sie es doch an ,,der letzten Aufrichtigkeit“ fehlen. Als Arzt Fridolin dann an das Bett eines todkranken Patienten gerufen wird, und dessen Tochter die Gelegenheit nutzt, ihm ein Liebesgeständnis macht, irrt er völlig durcheinander, doch auch mit einer gewissen Erregung durch das nächtliche Wien, wobei er teils zwielichtige, teils anregende (Frauen-)Bekanntschaften macht, die ihn sein Eheglück anzweifeln lassen. Als ihm Albertine dann auch noch einen Traum schildert, in welchem sie ihn betrügt und seiner Ermordung beiwohnt, fühlt er sich völlig im Recht, als er in der nächsten Nacht mit dem Vorsatz loszieht, sie zu betrügen.

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