Bibel unter literarischen Gesichtspunkten

Für das kommende Jahr möchte ich mir eine Aufgabe stellen, an der ich dank mangelnder Disziplin schon einige Male gescheitert bin:  Die Bibel einmal komplett durchzulesen.

Das soll nicht irgendwie geschehen, sondern möglichst geordnet. Deshalb habe ich mir einen Leseplan herausgesucht, der einen in chronologischer Reihenfolge durch die verschiedenen Bücher führt. Inwieweit dieser Plan stimmig ist, wird sich dann zeigen. Ebenso, ob ich durchhalte oder (wieder mal) aufgebe.

Die Intention dahinter ist, diese Sammlung von Geschichten, die für viele Menschen eine große Bedeutung hat, mit möglichst unvoreingenommer Haltung kennen zu lernen, Katechismus und Auslegung einfach mal beiseite zu schieben und abseits des gemeinhin Bekannten neue und interessante Geschichten zu entdecken. Lesen werde ich die ,,Gute Nachricht Bibel“ , eine gemeinsame Fassung deutschsprachiger Bibelwerke, die eine handliche Ausgabe darstellt.

Ob es klappt? Da bin ich sehr gespannt. Derweil werde ich auch mal recherchieren, ob es entsprechende Lesepläne vielleicht auch für den Koran oder die Gita gibt.

5 Gedanken zu “Bibel unter literarischen Gesichtspunkten

  1. melancholieunduebermut schreibt:

    hab ich auch schon ewig vor, einfach, weil die bibel ja ein meisterwerk der literatur sein soll. und weil in unserer „christilich-jüdischen wertegemeinschaft“ (:D) die bibel sozusagen ein fundament der kultur ist..

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  2. synaesthetisch schreibt:

    das war ein mammutprojekt, das ich mit 14 jahren mal durchgezogen habe. leider habe ich mir damals keinerlei notizen gemacht, war an vielen stellen genervt und gelangweilt und damals hat es mir – glaube ich -wenig gebracht.
    jedenfalls ein tolles projekt, dass du da startest, lass uns teilhaben! vielleicht gibt es passagen, die dich besonders beeindruckt haben und die du teilen magst?

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  3. mentizidal schreibt:

    Ab und an dachte ich auch mal daran, aber es gibt mir nichts. Spannender finde ich, inter- und intratextuell Spuren und Hinweisen nachzugehen; dazu nehme ich die Bibel dann auch als Nachschlagewerk zur Hand.

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    • skaldenmet schreibt:

      Spielst du zum Beispiel auf die im Da Vinci Code so wichtige Beziehung zwischen Maria Magdalena und Jesus an? Ich lese vorrangig mit der Intention einfach mal selbst zu lesen, was wirklich geschrieben steht, denn oft hört man Zitate, die ja völlig aus dem Zusammenhang gerissen und damit fast universell anwendbar sind. So habe ich mit Erschrecken festgestellt, was alles auf verschiedenen Konzilen als Dogma festgesetzt wurde und seitdem als „direkt von Gott“ anerkannt wird, obwohl ja eindeutig menschengemacht. Dass ich bisher nicht unterscheiden konnte, was nun von der Kirche als Institution kommt, und was wirklich in dem Buch steht, auf das sie sich beruft, hat mich dazu veranlasst, es selbst zu lesen. Aber du hast Recht- ich glaube auch, dass die Hintergründe und Intentionen der Verfasser durchaus spannender sein können, als die eigentliche Geschichte und die Beziehungen der Figuren untereinander -besonders wenn sie von nachfolgenden Generationen abwegig interpretiert wurden- weniger über die jeweilige Geschichte, sondern viel mehr über die Gesellschaft aussagen.

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      • mentizidal schreibt:

        Ja, auf sowas spielte ich an, nur dass Dan Brown eben sehr offensichtlich ist; gelegentlich geschieht sowas subtiler.
        Im Prinzip befasse ich mich mit der Darstellung von Glaube/Religion/etc in (Kriminal-)Romanen, und bin immer für Hinweise dankbar, wenn jemand dergleichen entdeckt.
        Aber auch in vielen (klassischen) älteren Werken ist die Bibelpräsenz sagenhaft und mir scheint manchmal, dass ein Text besser erfassbar ist, wenn man das, wie vielleicht vom Autor angenommen?, kennt.

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