#Bubla17: Buchblog-Award 2017

BuchblogAward_Logo_CMYK.pngLiebe Leserinnen und Leser,

wenn euch die Beiträge hier gefallen, nehmt euch doch eine Sekunde Zeit und stimmt für das Wissenstagebuch beim ersten Buchblog-Award ab. Die Blogs mit den meisten Publikumsstimmen kommen auf eine Shortlist und werden von einer Jury bewertet. Das würde ich natürlich gern erleben, deshalb freue ich mich über jede Stimme. Vielen Dank!

 

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Wer schreibt hier und warum?

Seit Begründung des Wissenstagebuchs im Jahr 2010 habe ich meine „Über mich“-Beschreibung kaum verändert. Die Beiträge sollen für sich stehen, habe ich damals gedacht und tatsächlich denke ich auch heute noch so. Nachdem ich mich aber immer wieder selbst dabei ertappe, bei anderen zuallererst die Selbstbeschreibung zu lesen, erscheint mir eine Überarbeitung meiner eigenen hier nunmehr einmal wirklich notwendig. Außerdem hat das Wissenstagebuch vor kurzem die 150-Follower-Marke geknackt! Das freut mich riesig, vielen Dank an alle, die hier regelmäßig mitlesen, kommentieren und kritisieren!

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Ursprünglich als Raum zum reinen Horten von Wissen gestartet, hat sich das (der?!) Blog „Wissenstagebuch“ immer mehr auf lesenswerte Bücher zur persönlichen Wissenserweiterung konzentriert. Weil auch die Autorin von Wissen nicht genug bekommen kann, hat sie ein Zweitstudium aufgenommen und widmet sich nach vormals breit angelegten Inhalten neben der Arbeit jetzt der Juristerei mit all ihren Schönheiten und Schrecken. Weil die Autorin aber auch gern einmal etwas anderes als Gesetzestexte liest, geht es hier um andere Themen, insbesondere Klassiker der Weltliteratur, Geschichte, Kultur, Religion und die Literaturregionen Mittel- und Osteuropas, wie sie in Romanen und Sachbüchern aufbereitet werden. In heißen Klausurphasen wird der Wissensdurst gezwungenermaßen anderweitig gestillt. In dieser Zeit finden sich im Wissenstagebuch vermehrt Besprechungen zu Jugendbüchern oder aktuellen Bestsellern.

Die Autorin kann als angehende Juristin von Listen und Rankings so ganz doch nicht lassen und hat sich daher eine persönliche Leseliste erstellt und 150 Klassiker der Weltliteratur herausgesucht, die sie – am besten mit einem ihrer beiden Kater in Kraulreichweite – in der nächsten Zeit lesen möchte. Messbarer Fortschritt macht gleich mehr Spaß.

Ansonsten fühlt sich die Mittzwanzigerin in der meist unaufgeregten Buchbloggerszene und auch im wahren Leben auf Buchmessen sehr wohl und findet im Lesen und Schreiben einen Ausgleich zum überbordenden Stadtleben Berlins. An Hörbücher hat sie sich noch nicht so richtig herangewagt, ab und zu beim Joggen versucht sie es mal. Das sollte sie auch öfter tun – also das Joggen – denn sie kocht, backt und isst gern und lässt sich hier auch von Blogs inspirieren.

Über anregende Kommentare oder Gastbeiträge zu Themen, von denen ich bislang keinen Schimmer habe, freue ich mich sehr und hoffe auf regen Austausch!

Herzlich,
Jana

In eigener Sache: Enid Blyton-Beitrag

Liebe Leserinnen und Leser,
beim Verfassen meines geplanten Beitrages zur bekannten Kinderbuchautorin habe ich den Text versehentlich kurz veröffentlicht. Ich habe ihn dann gleich wieder offline genommen, leider war da bereits schon ein Newsletter mit dem Beitrag verschickt worden. Der dort angegebene Link funktioniert nicht. Der Beitrag erscheint pünktlich zu Enid Blytons 120. Geburtstag am 11. August. Bitte entschuldigt die Unannehmlichkeiten!

Herzlich,
Jana

Was erwartest du von einem Buch?

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Lesehighlights gab es für mich im letzten Jahr einige. Totale Flops dagegen keine. Schlimmstenfalls mittelmäßige Bücher, die nicht länger im Gedächtnis blieben. Überhaupt kann ich mich an wenige „richtig schlechte“ Bücher erinnern, die ich gelesen habe. Ist ja auch immer Geschmackssache, aber selbst dann. Liegt das an persönlicher Anspruchslosigkeit oder an der rigiden Vorauswahl, die Fehlgriffe unwahrscheinlicher macht? Denn besonders „Überraschungspackungen“ gegenüber bin ich skeptisch; ein unbekanntes Buch allein wegen des Covers kaufen? – Spätestens dann schlurfe ich mit Hasenfuß aus der Buchhandlung und vertiefe mich in meine sorgsam zusammengestellte Wunschliste.

Was erwarte ich überhaupt von einem Buch? Soll es mich unterhalten, bezaubern, entführen, alles um mich herum vergessen lassen, aufheitern, traurig stimmen oder einfach Fakten liefern? Das kommt ganz darauf an: Bei Klassikern, hier besonders bei Romanen, will ich natürlich gut unterhalten werden. Aber in erster Linie will ich verstehen, warum das betreffende Werk so berühmt geworden ist. Ist es seine originelle Geschichte und finde ich persönlich sie auch aus heutiger Perspektive noch originell? „Die Maschine steht still“ von E. M. Forster war so ein Fall; auch die Jules Verne-Romane oder Robinson Crusoe. An Theaterstücke gehe ich hingegen möglichst unvoreingenommen heran. Zuletzt gab es wahre Glücksgriffe wie Oscar Wildes „Ernst sein ist alles“, während ich von anderen, wie von Büchners „Leonce und Lena“ enttäuscht war. Das bezieht sich alles aber erst einmal aufs reine Lesen, denn auf der Bühne gesehen habe ich beide Stücke noch nicht und es kann ja sein, dass die Inszenierung hier einiges umkehrt. Das unterscheidet das Lesen von Theaterstücken wohl sehr von Romanen – hier kann einen schlechten Roman wohl nur eine noch schlechtere Verfilmung besser machen.

Bei Sachbüchern steigen dann erstaunlicherweise die Ansprüche (vielleicht, weil es mehr Zeit und Anstrengung kostet, sie zu lesen?): Der Text muss verständlich und anschaulich geschrieben sein – aber bloß nicht zu unterhaltsam, Richard David Precht lässt grüßen. Das Buch darf sich auch ruhig an ein Fachpublikum richten, zu dem ich nicht gehöre, solange es sich nicht in Bezugnahmen ohne Erklärungen verliert. Karten und Schaubilder sind sehr wichtig; ebenso ein ausführlicher Anhang. Der hat mich schon häufiger gerettet, wenn Originalbezeichnungen aus der jeweiligen Fremdsprache zunächst unkommentiert in den Fließtext eingebaut wurden. Meine Begeisterung fürs auf-die-Landkarte-Schauen wird zum Glück wohl von den Verlegern meiner derzeitigen Lektüre Hochgeschwender: „Die amerikanische Revolution“ geteilt.

Dann gibt es noch die Schamkategorie der Self-Publisher-E-Books (ja… aber vielleicht ist ja doch mal ein Schatz dabei!). Hier erwarte ich erst einmal weniger als von im Buchhandel Erhältlichem, besonders was eine bis ins Letzte ausgefeilte Geschichte angeht. Ein Mindestmaß an Rechtschreibung (man kann ja auch mal einen Bekannten drauf schauen lassen) und keine allzu platten Wortwendungen und -wiederholungen erwarte ich dann aber doch. Wenn man sich schon Autor nennen können möchte, sollte man hierauf Wert legen. In dieser Kategorie habe ich schon mehrmals danebengegriffen – auf Bewertungen verlasse ich mich seitdem nur noch eingeschränkt.

Was ich von einem Buch erwarte, hängt also insgesamt sehr von der Sparte ab. Nicht zuletzt will ich immer, wenn ich lese, etwas Neues erfahren und lernen – und sei es, welches Gebäck im viktorianischen England zum Tee gereicht wurde. Genau diesem Informationshunger ist auch der Titel des Blogs geschuldet.

Wie sieht’s bei euch aus? Was erwartet ihr von einem Buch?

Aus dem Ei geschlüpft

Lange Jahre habe ich mich gegen Twitter gesperrt. Wie ihr rechts auf der Seite seht, habe ich meinen Widerstand aufgegeben. Das Konzept der super kurzen Beiträge schien partout nicht zu meiner Idee der langen (aber auch nicht zu langen) Rezensionen passen zu wollen. Eine Buchbesprechung sollte doch mehr sein als ein „Gutes Buch – unbedingt lesen!“ oder „Lohnt sich nicht – Finger weg!“.k800_schluefen

In den letzten Monaten habe ich verfolgt, dass man Twitter als Literaturblogger*in auch anders handhaben kann: Ein schönes Bild, ein kurzer Eindruck aus der Bücherei oder ein interessanter Gedanke. Oft kommen Ideen, die ich gern teilen würde, wobei ich ihnen aber keinen längeren Beitrag widmen möchte – die Rezensionen sollen im Wissenstagebuch den meisten Platz bekommen. Ich möchte Übersichtlichkeit, eher ein kleines digitales Nachschlagewerk zu meinen Empfehlungen als eine Flut von Zweizeilern – ein Wissenstagebuch eben. Für die Zweizeiler eignet sich Twitter dann doch sehr viel besser. Das Wissenstagebuch hat sich nach langem Zögern nun ins 21. Jahrhundert vorgewagt und ist gespannt, wie das so wird mit dem Zwitschern.

https://twitter.com/Wissenstagebuch

#MeinKlassiker – Gastbeitrag

Birgit Böllinger vom sehr lesenswerten Blog Sätze und Schätze hat heute einen Gastbeitrag von mir veröffentlicht. Eine tolle Erfahrung, das Geschriebene auch einmal woanders zu sehen! Mein Beitrag ist in der Reihe #MeinKlassiker erschienen. Ratet, welches Buch ich ausgesucht habe und schaut HIER nach, ob ihr richtig lagt. Ick freu mir!

Leselisten und meine 150 Bücher

In der letzten Zeit ging mir häufiger die Frage durch den Kopf, welche Bücher es sind, die „man“ im Laufe seines Lebens gelesen haben sollte. Ich habe mich durch einige dieser unzähligen Buchlisten gewühlt:

Die hundert besten Bücher der Weltliteratur, ausgewählt von Schriftstellern
• 1001 Books you must read before you die von Peter Boxall (wird gelesen auf diesem Blog)
Die 100 besten Bücher des 20. Jahrhunderts von Le Monde
Die 100 besten englischsprachigen Bücher 1923-2005 des Time-Magazins
Marcel Reich Ranickis Kanon lesenwerter deutschsprachiger Werke
Die Rory Gilmore-Leseliste
und andere mehr.

Völlig überzeugt hat mich keine der Listen. Viele beschränkten sich nur auf einen einzigen Sprachraum, der es nur bedingt zulässt, auch ein bisschen über den Tellerrand zu schauen. Andere waren mir einfach bei Weitem zu umfangreich (1001 Buch). Also habe ich mir aus allen Listen 150 Werke ausgesucht, die mich persönlich interessieren, die ich noch nicht (durch-)gelesen habe (die einzige Ausnahme ist ein Werk von Dostojewski, aber das ist schon so lange her, dass es gern wieder auf die Liste wandern konnte). Die Zeiteinteilungen sollen nur eine grobe Orientierung bieten; die Jahresangaben in Klammern beziehen sich auf das Erscheinen der Erstausgabe, bei älteren Werken auf den vermuteten Entstehungszeitpunkt.

Beim Durchlesen der fertigen Liste ist mir aufgefallen, dass sie am Ende doch sehr eurozentrisch geworden ist. Besonders aus dem deutschsprachigen Raum finden sich viele Werke. Die meisten Werke sind Romane und Erzählungen, Lyrik und Sachbücher finden sich fast gar nicht. Aber diese Liste ist nur ein erster Ansatzpunkt: persönlich, streitbar und zur Diskussion freigegeben.

Zu meiner persönlichen Liste:

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Neu: Die Tipp!-Blase

In letzter Zeit habe ich ziemlich viele Rezensionen zu Büchern veröffentlicht, die nur ganz entfernt -wenn denn überhaupt- dem Wissenserwerb dienten, im schlechtesten Falle unterhaltsam, aber ziemlich seicht waren. Manche der spannenden Geschichten waren zwar fesselnd, allerdings nicht „lehrreich“ im klassischen Sinne. Um Bücher zu kennzeichnen, die, ganz nach der Intention dieses Blogs, Interessantes und Wissenswertes in größeren Mengen enthalten, habe ich mir ein kleines Emblem ausgedacht:

die Tipp!-Blase

In Zukunft werden hier Bücher, die mir neues und interessantes Wissen vermittelt haben, mit der Tipp!-Blase versehen, außerdem gibt es eine kurze Zusammenfassung, zu welchen Themen man Neues erfahren kann (wenn man es denn noch nicht gehört oder gelesen hat). Das Fehlen der Tipp!-Blase bedeutet hingegen nicht, dass das entsprechende Buch nicht lesenswert wäre (!); es kann im Gegenteil unglaublich spannend und ansprechend geschrieben sein – nur hat es mich eben nicht mit neuen Infos gefüttert.