L. Frank Baum: Der Zauberer von Oz (1900)

Dieses Märchen ist in meiner Kindheit fast völlig an mir vorüber gegangen. Grob konnte ich mich an ein kleines Mädchen erinnern, auch eine Vogelscheuche war da irgendwo. Dass „Der Zauberer von Oz“ sich als so fantasievolle, auch nicht aufdringlich lehrreiche und kunterbunte Geschichte entpuppen würde, die sich als Erwachsener mit Schmunzeln lesen lässt, hätte ich nicht gedacht.k800_oz
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E. M. Forster: Die Maschine steht still (1909)

forster-maschineAktueller könnte diese Neuveröffentlichung gar nicht sein: Forster beschreibt das Internet der Dinge, lange, bevor Strom und fließend Wasser eine Selbstverständlichkeit waren. Nebenbei behandelt er auch die Themen Globalisierung und totale Technikabhängigkeit und man fragt sich unwillkürlich: Konnte dieser Mann hell sehen? Oder ist unser heutiges Leben schon vor hundert Jahren geradezu logische Folge damals einsetzender Entwicklungen?

Vashti sitzt in ihrem Zimmer, telefoniert mit Freunden, isst, trinkt, lässt sich ein Bad ein und klappt ihr Bett aus. Jeden Tag. Das Zimmer hat sie seit Jahren nicht verlassen; warum auch aus der Wabe treten, wenn es sonst niemand tut? Man hat ja alles, was man braucht direkt greifbar; das Zimmer zu verlassen wäre reine Zeitverschwendung. Deshalb erschüttert es sie ins Mark, als ihr Sohn sie treffen will. In persona, nicht etwa über die üblichen Kommunikationskanäle. Widerstrebend lässt sie sich auf die Reise zu seinem Zimmer ein und erfährt Ungeheuerliches: Ihr Sohn war an der Erdoberfläche. Er ist gelaufen und geklettert. Aber das Schlimmste ist: Er erkennt die allumfassende Macht der Maschine nicht an. Die Maschine, die sie alle Tag für Tag mit Nahrung, Unterhaltung und Bequemlichkeiten versorgt. Er meint gar, sie könne schon bald stillstehen. Frevelhaft!

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Hörbuch Nr.1: Frankenstein

Die regnerischen Sommertage machen es einem nicht schwer, sich gut gelaunt an das erste Hörbuch zu begeben. Ausgesucht habe ich mir eine bekannte Erzählung, die ich bisher noch nicht gelesen hatte. Beim Reinhören schien es, als werde viel in Briefform wiedergegeben; ich bin gespannt, wie Mary Shelleys Frankenstein klingt. Mit seinen über sieben Stunden eine längere Beschäftigung, kann es kostenlos auf vorleser.net heruntergeladen werden.

Hörbuch-Challenge 10in6

Bisher habe ich leider viel zu selten Hörbücher gehört- und genau das soll sich jetzt ändern. Deshalb starte ich hier meine erste eigene Herausforderung, die

Ziel: 10 Hörbücher in sechs Monaten hören, Genre und Länge spielen dabei keine Rolle
Zeitraum: 1. Juli – 31. Dezember 2011

„Richtiges“ Buch, oder lieber was auf die Ohren? Wie und wo hört ihr; Männer- oder Frauenstimme, gruselig oder lieber entspannend? Macht mit und schreibt!


1. Tschingis Aitmatow: Dshamilja